Artikel aus der Ärztezeitung

Es hat lange gedauert bis mir zum ersten Mal richtig bewusst wurde, dass Plastik nicht nur der Umwelt, sondern auch uns Menschen schadet.

Meine ersten Anhaltspunkte habe ich daraufhin in der Ärztezeitung recherchiert. Und ich bin dabei leider auf sehr viele Artikel gestoßen.

Aus diesem Grund ist es für mich absolut nicht verständlich, warum darüber nicht auch mehr in der Tageszeitung steht. Es wurden bereits so viele Studien zu diesem Thema gemacht und vieles ist schon sehr genau erforscht. Zum Beispiel, dass die Weichmacher in Haarspray das Hypospadie-Risiko erhöhen können.

Und auch die Auswirkung von Plastik im Krankenhaus auf Neugeborene ist schon seit Jahren bekannt.

Wir wägen uns oftmals in einer vermeintlichen Sicherheit, da wir ja in Deutschland leben und wir unsere Tests und Standards und Richtlinien haben. Aber wenn sich niemand daran hält bringt das uns Verbrauchern sehr wenig. Bestes Beispiel dafür: Schadstoffe in Badespielzeug, die schon seit vielen Jahren bei uns verboten sind.

Besonders Kleinkinder und Babys stehen nachweislich unter dem Einfluss verschiedener Schadstoffe, die vor allem in Plastik enthalten sind. Denn gerade sie sind ja umgeben von Plastik: die Wegwerfwindel aus Plastik, der Strampler aus Polyester, die Söckchen aus Polyamid, die Rassel aus Plastik, in der Poposalbe Erdöl, ganz zu schweigen von Fläschchen, Schnuller und Co. – natürlich auch aus Plastik.

Ein aktueller Bericht verdeutlicht das hier sehr schön.

 

Doch was ist Plastik überhaupt und warum ist es so schädlich?

Plastik ist ein umgangssprachlich verwendeter Begriff für Kunststoff. Und Kunststoff steht wiederum für Materialien, die chemisch hergestellt werden müssen da sie so in der Natur nicht vorkommen. Die meisten Kunststoffe werden auf der Basis von Erdöl, Erdgas und Kohle hergestellt. Es gibt aber auch sogenannte Biokunststoffe, die zum Beispiel aus Kautschuk oder Zellulose (Pflanzenfasern) hergestellt werden.

Ausführlicher erklärt wird das nochmal hier.

Was alle Kunststoffe jedoch benötigen sind Zusatzstoffe, die für die Elastizität, die Haltbarkeit, Farbe usw. sorgen. Und genau diese Stoffe gelten oftmals als Gesundheitsschädlich. Allen voran Weichmacher wie Phatalate oder DEHP haben sich hier einen Namen gemacht. Aber auch Bisphenol A (BPA) gehört mittlerweile zu den bekannteren Substanzen und ist mittlerweile selbst in unseren landwirtschaftlichen Böden  messbar.

 

Weitere Artikel zu den gesundheitlichen Auswirkungen findet ihr hier:

 

 

Wenn man darüber mal etwas länger nachdenkt, finde ich, könnte man schon verzagen. Aber das Motto lautet weiterhin: „Es gibt so viele schöne Alternativen, so viele Menschen, die bereits etwas verändern!“ Und genau das muss man sehen.

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Kuscheltiere

Weihnachten steht vor der Tür und besonders Kuscheltiere und Puppen stehen bei den Kleinen natürlich hoch im Kurs.

Nur schade, dass mal wieder so viele Kuscheltiere bei Stiftung Warentest durchgefallen sind. Hier ein Bericht dazu auf focus.de.

Dennoch gibt es auch viele schöne Spielsachen, Puppen und Plüschtiere, die nicht gleich krebserregend sind.

Ein paar plastikfreie Spielsachen habe ich hier einmal fotografiert:

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Die Spielsachen hier sind alle aus Baumwolle, Wolle, Holz, Pappe, Edelstahl sowie Emaille.

Die bunte Pyramide ist von der Firma Grimms, die hübschen Stapelwürfel mit Tieren, Zahlen und Muster gibt es im Waschbär Versand, der Filzball kommt vom Tollwoodfestival in München.

Die Tiere sind von Holztiger und bei uns im Lebenshilfeladen gekauft. Allerdings gibt es sie auch im Internet z.B. bei echtkind.de. Die Puppe rechts kommt aus einer Puppenmanufaktur in Ulm und gibt es auch bei Waschbär zu kaufen. Die Puppe links kommt aus Dänemark von der Firma Sebra und wir haben sie im Familienladen-Winter.de gekauft. Dazu gibt es hier einen ausführlicheren Bericht. Der rote Ball ist aus Naturkautschuk, wurde auch in Deutschland hergestellt und gibt es bei Manufaktum zu kaufen.

Und auch die Tiere hier sind wirklich zum Kuscheln:

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Der Elefant und der kleine Eisbär sind von Alana (gibt es bei DM). Sie sind aus Baumwolle und mit Wolle gefüllt. Das Schaf ist von EBO und wurde bei finkhof.de bestellt. Der Hund links ist eigentlich eine Spieluhr, aber auch mit Fell aus Baumwolle und mit Wolle gefüllt. Er kommt von Pat und Patty. Wir haben auch noch einen Rasselball von Efie, der nicht auf dem Bild ist – auch bio, fair und aus Deutschland.

 

 

Ein ganz besonderes Kuscheltier möchte ich hier noch einmal gesondert vorstellen.

 

Unser Teddybär

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Meine Schwägerin hat diesen schönen Bären für unsere jüngste Tochter zur Taufe genäht. Er ist aus Baumwollstoff und mit Daunenfedern gefüttert.

Also wie man sieht gibt es eine ganze Menge an schönen Kuscheltieren, die auch ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommen. Und ich könnte hier wahrscheinlich noch eeewig weitere Auflistungen machen, aber ich glaube das hier reicht nun schon und gibt ein paar gute Anhaltspunkte wo man schöne Sachen finden kann.

Warum wir uns nochmal den ganzen Aufwand antun und so darauf achten, dass die Kinderspielsachen möglichst ohne Plastik sind? Dazu das nächste Mal mehr.