Die Sache mit dem Ei…

Seit langer Zeit kaufen wir nun diese mega teuren Eier im Supermarkt. Und das hat mir sehr viel Überredungskunst gekostet. Meine Schwiegermutter hat mich da erst nicht so ganz verstanden… warum muss denn bitte alles immer bio und regional und dann auch noch doppelt so teuer sein?

Ich finde bei vielen Dingen des täglichen Lebens kann man den Preisunterschied zwischen dem Bioprodukt und dem konventionellen Produkt irgendwie wegdiskutieren. Bei den Eiern nicht. Die 10er Packung Bioeier kostet bei uns doppelt so viel oder sogar mehr als doppelt so viel wie die Eier von Gut&Günstig.

Was spricht dann dafür trotzdem mehr Geld auszugeben?

Neben der Haltungsform (bio= zumindest besser) und dem Umweltschutz ist für mich das schlechte Gewissen ehrlich gesagt der Hauptgrund.

Seit ich mit einem Landwirt verheiratet und nun auch noch Hauswirtschafterin bin, weiß ich, dass Hühner eine sehr ausgewogene und vor allem auch eiweißreiche Ernährung brauchen. Der dafür verwendete Eiweißlieferant Nr. 1 ist dabei meist die Sojabohne. In einem Bericht vom WWF heißt es dazu, dass ca, 4,5-4,6 Tonnen Sojaschrot jährlich an Nutztiere in Deutschland verfüttert werden. Dieses Soja kommt meist aus dem Ausland und ist zu 80% genmanipuliert. Auch wenn das große Versprechen lautete, dass bei Anbau von genmanipulierten Pflanzen weniger gespritzt werden müsse, so hat sich in der Realität ein anderes Bild gezeigt. Weiter Fakten findet man dazu unter umweltinstitut.org.

Einer der großen Gewinner des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen ist die Firma Monsanto. Sie fahren gleich auf doppeltem Wege Gewinne ein: der Bauer macht sich abhängig, da er das Saatgut immer wieder bei der Firma nachkaufen muss und gleichzeitig auch noch eine erhöhte Menge Spritzmittel beziehen muss. Es heißt übrigens Spritzmittel, Herbizid oder Fungizid – aber niemals Pestizid. Das ist ein Kunstwort. Frei erfunden und löst bei mir immer Schüttelfrost aus. Den englischen Begriff „pesticide“ gibt es dafür durchaus und der bedeutet im Deutschen „Schädlingsbekämpfungsmittel“.

Wie sich dieses System auf viele Menschen und Tiere auswirkt kann man in diesem Bericht sehen:

Ich finde das ehrlich gesagt einfach nur schrecklich. Und ich will nicht an dem Leid vieler Menschen beteiligt sein. Auch nicht indirekt.

In unserem Supermarkt gibt es als Alternative zu Billigeiern die Eier der Thanninger Freiheit. Diese sind zumindest aus Bayern, ohne Gentechnik und dazu auch noch mit Donau Soja gefüttert. Und meine Schwiegermutter ist mittlerweile davon überzeugt, dass diese auch doppelt so gut schmecken. 😉

 

Viele Menschen fangen um die Weihnachtszeit an Geld zu spenden, dabei kann man allein schon durch eine bewusste Kaufentscheidung die Welt verändern!

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